Januar 5, 2022

Gehörst du eher zu den Planer:innen oder lässt du die Dinge lieber auf dich zukommen? Hast du zum Neuen Jahr wieder ein paar berufliche oder persönliche Ziele ins Visier genommen? Und geht es dir dann wie so oft, dass diese Vorhaben im Verlauf der Monate aus deinem Fokus geraten oder du sie sogar ganz aus den Augen verlierst, weil der Alltag andere Pläne mit dir hat?

Wie du die Wahrscheinlichkeit deine Ziele auch wirklich zu erreichen, signifikant erhöhen kannst, erfährst du in diesem Artikel. Ich zeige dir, wie du mit einer geschickten Jahresplanung aus deinen Zielen konkrete und machbare Aufgaben herunterbrichst und sie umsetzt. Damit du dir dann kräftig auf die Schulter klopfen kannst. 🙂

Erst nochmal einen Blick zurück werfen

Bevor du anfängst Pläne zu schmieden, schau noch einmal zurück auf das vergangene Jahr. Dabei kannst du deinen Kalender zur Hilfe nehmen. Du wirst merken, dass die eine oder andere Sache in Vergessenheit geraten ist. Scrolle auch durch deine Handyfotos. Auch da tritt oft Interessantes zutage. Schreib auf, was du gemacht und womit du dich beschäftigt hast. Was hat funktioniert? Was nicht? Welche Ziele hast du erreicht oder sogar übertroffen? Welche hast du verworfen oder modifiziert?

Wozu das Ganze? Erst mal hebt es die Laune und die Motivation ungemein, denn du vergegenwärtigst dir deine Erfolge. Wenn etwas nicht so gut gelaufen ist, kannst du daraus lernen. Denn es ist auch nicht sinnvoll, Unerreichtes einfach unhinterfragt ins nächste Jahr zu übertragen. Oft setzt man sich zu viele oder zu große Ziele. Oder sie waren auf einmal nicht mehr relevant. Ziele können sich auch einfach verändern. Und außerdem fallen wir alle in alte Verhaltensmuster zurück, wenn es stressig wird. Es ist also völlig ok, wenn du etwas nicht umgesetzt hast. (Und sehr hilfreich, wenn dir klar ist, warum.)

Business- und Lebensplanung gehören zusammen

Hast du eine Lebensvision? Wenn du eine klare und lebendige Vorstellung davon hast, wie dein perfektes Leben sowohl beruflich auch als privat in 3 bis 5 Jahren aussehen soll, dient die Lebensvision dir als Wegweiser und ist ein kraftvolles Instrument, das dich bei der Stange hält. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass sich diese Vision auf alle Bereiche deines Lebens bezieht, denn deine Ziele sollen ja zu dir passen und sich außerdem nicht widersprechen. Ich bin ein großer Fan vom Visionboard, mit dem ich meine Vision z. B. des kommenden Jahres bildlich in einer Collage festhalte. (Kann man im Rechner, aber auch mit Schere, Stiften und Papier machen.) Dieses Bild hängt in meinem Arbeitszimmer und ich schaue immer mal wieder drauf. Das verbindet mich mit meinen Wünschen und Träumen und mit meinem WARUM. (Hier findest du eine beispielhafte Anleitung zur Erstellung deines Visionboards)

Wieso, Weshalb, WARUM?

Hast Du ein starkes WARUM? Kannst du genau sagen, aus welchen konkreten Gründen dir deine Wünsche bzw. deine Ziele wichtig sind? Wenn ja, super, denn dann wird dein Elan nicht so leicht verpuffen. Wenn nicht, nimm dir etwas Zeit darüber nachzudenken und schreibe deine Erkenntnisse auf.

Beispiel: Du möchtest gern mehr Geld mit weniger Zeitaufwand verdienen. Auf die Frage WARUM kann es ganz verschiedene Antworten geben: Du möchtest mehr Zeit für deine Familie, für Sport, für ehrenamtliches Engagment, whatever haben. Oder dein Einkommen reicht hinten und vorne nicht (für neue Geige, Hausbau, Altersversorgung, BMW oder Pferd … ), aber du arbeitest schon 60 Stunden in der Woche. Oder du möchtest noch eine weitere Ausbildung/ ein Studium beginnen und willst das ohne fremde Hilfe finanzieren. Du siehst, DARUMS ohne Ende.

Wachstum oder Entwicklung? Oder beides? Deine beruflichen Jahresziele

Jahresziele sind wichtige Meilensteine, die dich weiterbringen. Und sie machen deine Entwicklung messbar. Jahresziele zahlen auf dein Wachstum ein, z.B. mehr Konzerte spielen, bessere Gagen erhalten, feste Stelle bekommen, oder auf deine Entwicklung z.B. Audio/Video aufnehmen, Barockgeige lernen, Repertoire vergrößern, Selbstmarketing lernen …

Lege fest, was und wie sehr es wachsen soll und knüpfe es an Bedingungen. Wie viel mehr Konzerte, Schüler, Umsatz, Zeit konkret stellst du dir vor? Notiere dazu, wie und womit du das schaffen willst, wie viel Zeit du investieren und was du NICHT machen möchtest. Schau in deinen Kalender, terminiere deine Ziele und setze dir deadlines.

Im nächsten Schritt notiere dir was genau du TUN musst, um deine Ziele zu erreichen. Du entwickelst eine Strategie und leitest daraus konkrete Aufgaben ab. Ab hier bietet es sich dann an, die großen Jahresziele in Quartalsziele aufzuteilen und in kleine machbare Aufgaben zu zerlegen. Wenn du willst, kannst du auch noch weitergehen das Ganze auf Monats- und Wochenziele runterbrechen. Das würde ich allerdings nur quartalsweise tun.

TIPP: Formuliere deine Aufgaben messbar und vermeide Wischiwaschi. Aus „mehr Konzertakquise betreiben“ wird „bis Ende März Kontakt zu 20 Veranstaltern aufnehmen und Programm xy anbieten“.

Wie du deine Ziele auch wirklich umsetzt

Jetzt kommt’s!

Dranbleiben:

Mit einer Jahresplanung hast du schonmal eine hervorragende Grundlage für die Zielerreichung. Aber mit hoher Wahrscheinlichkeit bekommst du es im Laufe des Jahres mit dem Schweinehund oder mit Frust und Motivationstiefs zu tun. Dagegen gibt es ein paar kleine Wunderwaffen:

💥 Denke dir gute Belohnungen aus, mit denen du dir eine zusätzliche Freude bereitest, wenn du etwas geschafft hast. Manche Menschen arbeiten auch gern mit „Bestrafung“, wie etwa € 5,00 ins Sparschwein zahlen, wenn man etwas nicht erledigt oder erreicht hat. (Muss aber wirklich wehtun) Ich persönlich steh nicht so auf Schwarze Pädagogik.

💥 Suche dir einen oder mehrere Buddys. Es kann sehr entlastend sein, wenn man sich mit anderen zusammentut und sich gegenseitig anfeuert, aufmuntert oder berät. Und natürlich gemeinsam auch die kleinsten Erfolge feiert. (Ich selbst habe davon gerade heute in einem Buddygespräch sehr profitiert.) Klare Empfehlung!!

💥 Achte darauf, genug Puffer und Frustationstoleranz einzuplanen. Auch die besten Pläne werden gerne mal durchkreuzt: von unerwarteten Schwierigkeiten und Hindernissen, kaputter Technik, wichtigen Familienangelegenheiten, Krankheit, Pandemien … Wenn es so kommt, nimm es sportlich. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Mach einen Plan B.

💥 Entwickle passende Routinen. Das ist nicht immer ganz einfach, denn wir sind nun einmal ausgewiesene Gewohnheitstiere. In seinem Buch „Atomic habits“ beschreibt James Clear anschaulich und fundiert, wie du es schaffen kannst, gute Routinen und Gewohnheiten zu etablieren. (kein Affiliate-Link)

💥 Und nicht vergessen: Die beste Freundin der Künstler:in ist die Muße. Wir alle brauchen genügend Erholung und Auszeiten. Ohne sie fehlen uns Kraft und Kreativitätl

Das sind die 4 Schritte für deine Jahresplanung

  1. Resümiere das vergangene Jahr und sichere deine Learnings
  2. Entwickle deine Lebensvision oder vergegenwärtige sie dir wieder. Kreiere ein Visionbord für dein Planungsjahr und verbinde dich mit deinem WARUM.
  3. Mach dir eine Liste mit deinen persönlichen und beruflichen Zielen. Überlege, was du TUN musst, um deine Ziele zu erreichen und definiere daraus konkrete Aufgaben, die du wiederum in kleinere machbare Schritte zerlegst. Lege Quartalsziele fest, ggf. auch Monats- und Wochenziele.
  4. Bau dir dein persönliches Supportsystem aus Belohnungen, Buddys, Rückfalloptionen, guten Gewohnheiten und Erholungsphasen. Ganz wie es dir gefällt und gut tut.

Ich wünsche dir viel Erfolg und vor allem maximale Freude an allem, was du dir vorgenommen hast.

Welche Jahresziele hast du dir gesetzt und wie willst du sie umsetzen? Schreib mir gerne eine E-Mail an info@intakt-coaching.de. Ich bin gespannt.

Gefällt dir was du gelesen hast? Teile diesen Artikel gern mit deine Freund:innen. Hast du einen Themenwunsch? Lass es mich unbedingt wissen. info@intakt-coaching.de

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